Stütz- und Bewegungsapparat

Der Stütz- und Bewegungsapparat sorgt dafür, dass der Körper in einer festgelegten Form bleibt, aber trotzdem zielgerichtet bewegt werden kann. Er besteht aus Skelett, Muskeln, Sehnen und Bändern.

Das Skelett besteht aus über 200 verschieden geformten Knochen (Röhrenknochen und Plattenknochen). Mit den Muskeln wird durch Kontraktion (Zusammenziehen) und Erschlaffung bestimmt, welche Bewegungen der Körper macht. Damit die Kraft, die von den Muskeln entwickelt wird, in eine Bewegung der Knochen umgesetzt werden kann, müssen beide miteinander verbunden sein.

Diese Verbindung stellen Sehnen her, die teilweise durch die Sehnenscheiden vor Reibung geschützt sind. Die Bänder stellen Verbindungen von Knochen zu Knochen her. Sie helfen das Gelenk zu stabilisieren. Schleimbeutel befinden sich an den Stellen, an denen Muskeln direkt über den Knochen ziehen und schützen Muskel und Knochen vor Druck und Reibung.

Rheumatische Erkrankungen

Rheuma ist der Überbegriff für Erkrankungen, die an den Bewegungsorganen auftreten. Sie sind meistens mit Schmerz und häufig mit Bewegungseinschränkungen verbunden. Die rheumatischen Erkrankungen werden in folgende Hauptgruppen unterteilt:

  • Entzündlich-rheumatische Erkrankungen 
    Entzündliche Gelenkerkrankungen können z.B. durch Viren, Bakterien, Stoffwechselprodukte oder Antikörper ausgelöst werden. Eine häufige Form ist die sogenannte Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis/Gelenkentzündung). Typische Symptome hierbei sind morgendliche Schmerzen der Fingergelenke (Morgensteife).
  • Degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen
    Den degenerativen Gelenkerkrankungen liegt ein Verschleiss des Gelenkknorpels zugrunde. Im Gegensatz zu den entzündlichen Erkrankungen handelt es sich bei den degenerativen Gelenkerkrankungen nicht um Systemerkrankungen. Man spricht hier von Gelenkarthrose und von einer degenerativen Veränderung der Wirbelsäule.
  • Weichteilrheumatismus
    Weichteilrheuma ist ein Oberbegriff für verschiedene rheumatische Erkrankungen von „weichen“ Strukturen wie z.B. dem Unterhautfettgewebe, dem Kapsel-Band-Apparat, den Sehnen, den Sehnenscheiden, der Schleimbeutel oder der Muskulatur.
  • Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden
    Eine bekannte Stoffwechselerkrankung, die sich durch rheumatische Beschwerden äussert, stellt z.B. die Gicht dar. Der erhöhte Harnsäurewert im Blut führt zu einer Gelenkentzündung. Häufig betroffen ist das Grosszehengrundgelenk.
  • Rücken- und Kreuzschmerzen
    Akute oder chronische, in Schüben auftretende Schmerzen in der Lendengegend nennt man Lumbago (Lendenschmerz). Strahlt der Schmerz auch ins Bein aus, spricht man von Ischias. Bekannt ist auch der „Hexenschuss“, ein durch bestimmte Bewegungen ausgelöster, plötzlich auftretender, stechender Schmerz im Kreuz.

Sportverletzungen

Sportverletzungen beeinträchtigen ebenfalls den Stütz- und Bewegungsapparat. Diese entstehen als Folge von Überbeanspruchungen des Bewegungsapparates oder direkter Gewalteinwirkung, bzw. stumpfen Verletzungen (Stoss oder Schlag). Hierzu gehören Zerrungen, Verstauchungen, Prellungen oder Quetschungen, die ebenfalls zu Entzündungen, Schwellungen und Schmerzen führen. 

Behandlungsmöglichkeiten

Physikalische Therapie

Massagen und Krankengymnastik sind Methoden, die bei der Behandlung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates von grosser Bedeutung sind.

Medikamentöse Therapie

Zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen und Sportverletzungen gibt es eine Vielzahl von spezifischen Medikamenten.

Für die symptomatische Behandlung der damit verbundenen Entzündungen, Schmerzen und Schwellungen haben sich in der Praxis vor allem die nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) bewährt. Leider werden diese Substanzen aufgrund ihrer relativ häufig auftretenden Nebenwirkungen (vorwiegend im Magen-Darm-Trakt) bei längerfristiger innerlicher (oraler) Anwendung von vielen Patienten nur schlecht vertragen.

Eine gut verträgliche und wirksame Alternative zur innerlichen Anwendung dieser Wirkstoffe stellt die äusserliche (topische) Therapie dar. Die gleichen Wirkstoffe (z.B. Salicylsäure-Derivate, Diclofenac oder Indometacin) sind als Salbe/Creme, Pflaster oder Spray erhältlich und können direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Der Wirkstoff penetriert durch die Haut und wirkt lokal ohne dass der ganze Körper belastet wird.

Produkte von Medinova bei rheumatischen Erkrankungen und Sportverletzungen: Elmetacin, Mobilat N, Mobilisin